Art & Dauer der Anwendung

Bei der Hormontherapie wird im Wesentlichen zwischen der Östrogen-Monotherapie und der Östrogen-Gestagen-Kombinationstherapie unterschieden.

Bei der Östrogen-Monotherapie wird ausschließlich Östrogen verabreicht. Da Östrogen alleine jedoch zu einem Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und damit zu Gebärmutterkrebs führen kann, wird die Östrogen-Monotherapie nur bei Frauen eingesetzt, deren Gebärmutter operativ entfernt worden ist.

Bei Frauen mit gesunder Gebärmutter kommt die Östrogen-Gestagen-Kombinationstherapie zum Einsatz, da durch das Gestagen das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut begrenzt wird. Östrogene und Gestagene können hierbei entweder sequenziell oder kontinuierlich verabreicht werden. Bei der sequenziellen Behandlung wird wie bei der Antibabypille jeweils über 21 Tage hinweg zuerst Östrogen, dann Gestagen verabreicht. Danach folgt ein einnahmefreier Zeitraum von sieben Tagen, in denen es zu einer künstlich erzeugten Abbruchblutung kommt. Bei der kontinuierlichen Behandlung wird Östrogen zusammen mit Gestagen ohne Pause verabreicht, wodurch Abbruchblutungen vermieden werden.

Es gibt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der Hormontherapie. Am häufigsten werden Tabletten und Dragees verordnet, daneben kommen aber auch Hormonpflaster, -spritzen oder -gele zum Einsatz.

Wie lange eine Frau Hormonpräparate einnehmen soll, muss individuell festgelegt werden. In den meisten Fällen reicht die Einnahme über den Zeitraum, in dem Wechseljahresbeschwerden bestehen, aus.

Ob und wie lange Sie Hormonpräparate zur Behandlung Ihrer Wechseljahresbeschwerden einnehmen, hängt letztendlich von Ihrer persönlichen Entscheidung ab. Falls Sie jedoch an Osteoporose leiden und diese mit einem Hormonpräparat behandelt werden soll, müssen Sie dieses über mindestens 5 Jahre hinweg einnehmen.