Psychische Störungen

Östrogene haben unter Anderem positive Wirkungen auf verschiedene Regionen des zentralen Nervensystems. Während der Wechseljahre kann es daher zu einer Reihe psychischer Beschwerden kommen. Hierzu zählen:

 Stimmungsschwankungen
 Reizbarkeit
 Nervosität
 Ängstlichkeit
 Depressive Verstimmung 
 Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
 Leistungsabfall
 Müdigkeit
 Erschöpfung
 Vermindertes sexuelles Verlangen

Während der Wechseljahre leiden etwa doppelt so viele Frauen (ca. 10%) unter Stimmungsschwankungen als in der Zeit davor. Andere psychische Störungen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit oder Abnahme der Leistungsfähigkeit können aber auch Folgen von Schlafstörungen sein. Die oben genannten Symptome werden allerdings auch bei anderen Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen beobachtet, weshalb eine genaue Diagnosestellung von großer Wichtigkeit ist. Manchmal sind psychische Beschwerden aber auch die einzigen Anzeichen für das Einsetzen der Wechseljahre. Deswegen sollte im entsprechenden Fall nicht gleich zu Psychopharmaka gegriffen, sondern auch an eine Behandlung von Wechseljahresbeschwerden gedacht werden.