Die Ursache - Hormone

Jede Frau hat in ihren Eierstöcken von Geburt an nur eine begrenzte Anzahl an Eibläschen zur Verfügung. Diese Anzahl reduziert sich im Laufe der Jahre von mehreren hundert Tausend im Kindes- und Jugendlichenalter bis hin zu einigen wenigen Hundert bis Tausend in der Zeit um die Menopause. Das bedeutet, dass auch immer weniger Eibläschen übrig bleiben, die heranwachsen können.

Schon in einem Alter von etwa 35 Jahren haben sich die Eibläschen im Eierstock merklich reduziert. Der weibliche Körper hat es zunehmend schwerer, die immer weniger werdenden Eibläschen heranwachsen zu lassen. Normalerweise machen sich hier jedoch noch keine Symptome bemerkbar.

In der Prä- und Perimenopause bleibt der Eisprung immer öfter aus, wodurch es anfangs zu kürzeren Zyklen und unregelmäßiger Blutungsintensität kommen kann. In den letzten Monaten vor der Menopause werden die Blutungsabstände zunehmend größer, was ein Zeichen dafür ist, dass die Eierstöcke ihre Funktion einstellen.

Der Östrogenspiegel im Blut nimmt zunehmend ab und kann sich nur langsam auf ein niedrigeres Niveau einpendeln. In dieser Zeit kommt es zu hormonellen Schwankungen, wodurch die typischen Wechseljahresbeschwerden entstehen, unter denen mehr als 80% aller Frauen in den Wechseljahren leiden.

Im weiblichen Körper wird im Fettgewebe zwar noch zusätzliches Östrogen aus männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) gewonnen, jedoch ist diese Menge vergleichsweise gering. Je mehr Fettgewebe eine Frau hat, desto mehr Östrogen kann ihr Körper produzieren. Deswegen haben übergewichtige Frauen in den Wechseljahren häufig weniger Beschwerden als normalgewichtige.